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Die FOVOG stellt sich vor

Am 1. Juli 2005 hatte die „Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte“ (FOVOG) ihre Tätigkeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt aufgenommen. Im Jahre 2010 wurde sie an die Technische Universität Dresden transferiert, wo ihre wissenschaftlichen Wurzeln in Form von thematisch einschlägigen Teilprojekten in zwei Sonderforschungsbereichen seit 1994 gelegt worden waren.

Die „Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte“ bietet organisatorisch den Rahmen für mehrere Einzelprojekte sowie ein Graduiertenkolleg, deren Forschungsziele synergetisch zusammengeführt werden. Ihre Arbeit wird von der Technischen Universität Dresden und von verschiedenen Förderinstitutionen (Deutsche Forschungsgemeinschaft, Union der deutschen Akademien, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft) sowie von der General Curia of the Carmelite Order finanziell unterstützt.

Die Forschungsstelle gibt die wissenschaftliche Reihe „Vita regularis“ heraus, sie ist herausgeberisch beteiligt an der „Revue Mabillon“, wo ein jährlicher Arbeitsbericht erscheint, und unterhält die Service-Homepage vita-religiosa.de. Weiterhin bietet sie Fellowships und eine Summer School an. Das übergreifende wissenschaftliche Ziel der Forschungsstelle ist die vergleichende Analyse der institutionellen Formen klösterlichen Lebens, wie sie sich in den Jahrhunderten zwischen Antike und früher Neuzeit herausgebildet und weiterentwickelt haben.

Dabei sollen allerdings nicht nur die verschiedenen in der mittelalterlich-abendländischen Kirche hervorgebrachten Ordenszweige in vergleichenden Bezug zueinander gesetzt werden. Anliegen ist es vielmehr, eine Ordensforschung zu betreiben, die sich – letzthin unter Einbeziehung der gesamten christlichen Ökumene – der umfassenden gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung des Kloster- und Ordenslebens widmet und das komplexe Beziehungsgefüge zwischen Kloster und Gesellschaft zum Schwerpunkt ihrer Untersuchungen macht. Dabei wird im besonderen den Fragen nachgegangen, wie klösterliches Leben seit der Spätantike auf vielfältige Weise nach festen Normen und Regeln gemeinschaftlich verwirklicht wurde, wie es das Verständnis von Gemeinschaft und Zivilisation prägte und von daher einen entscheidenden Beitrag für die Ausbildung unserer kulturellen Identität leistete.

Solche Fragen sind kultursoziologisch zu stellen. Sie verlangen eine Perspektive, die sich namentlich auf die erheblichen Rationalisierungsleistungen der Orden und Klöster richtet - etwa bei den internen Organisationsstrukturen, bei der regularen Lebensführung, dem Gottesdienst, der Liturgie, Musik, Geschichtsschreibung, beim religiösen und philosophischen Denken und nicht zuletzt bei der Klosterwirtschaft. Zu erforschen sind aber ebenso übergreifende systematische Aspekte – etwa das Verhältnis von Leitideen und Normen, von Individuum und Gemeinschaft, von Autorität und Gehorsam, von Charisma und Institutionalisierung – wie auch Symbolisationsformen, Rituale und andere Weisen der Selbstrepräsentation.

Direktor:
Prof. Dr. Dr. h.c. Gert Melville

Wiss. Geschäftsführerin / Koordinatorin: Priv.-Doz. Dr. Cristina Andenna

FOVOG
Technische Universität
D - 01062 Dresden
Email: fovog-dresden(at)tu-dresden.de

Telefon: +49 (0) 351 4793 4180
Fax: +49 (0) 351 4793 4189

Die FOVOG ist eine zentral eingebundene Einrichtung der Technischen Universität Dresden
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Vita Regularis Bd. 71
Florian M. Lim
Die Brüder vom Gemeinsamen Leben im 15. Jahrhundert in Deutschland

Vita Regularis Bd. 70
Stefanie Monika Neidhardt
Autonomie im Gehorsam

Vita Regularis - Editionen Bd. 6
Jörg Sonntag (Hg.)
Sermones in Regulam s. Benedicti
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